Gibt es bei Pay As You Drive auch Nachteile für den Versicherten?

Dienstag den 15.10.2013 - Abgelegt unter: News

Die Zukunft der Autoversicherung könnte in Deutschland einige Änderungen mit sich bringen. PAYD, Pay As You Drive, ist derzeit das große Thema, doch kann es sein, dass das, was sich auf den ersten Moment für gut anhört, auf den zweiten doch auch Nachteile für den Versicherten mit sich bringt?

Die Vorteile von PAYD liegen dabei auf der Hand: jeder Autofahrer würde damit nur noch so viel für seine Kfz-Versicherung bezahlen, wie viel er fährt und wie viel Risiko er bei seinen Autofahrten eingeht. Damit könnten die Beiträge für die Kfz-Haftpflicht wie auch für die jeweilige Kaskoversicherung natürlich deutlich individueller festgelegt werden, als es derzeit der Fall ist. Doch vieles, was Vorteile hat, hat natürlich auch immer Nachteile, dies liegt in der Natur der Dinge und gilt durchaus auch gerade für Versicherungsverträge.

So ist Pay As You Drive in der Kfz-Versicherung zwar eine gute Möglichkeit für Versicherte, Geld bei den Beiträgen zu sparen, wenn sie einen entsprechenden Fahrstil haben und den Straßenverkehr von sich aus nicht gefährden. Doch der Nachteil dabei liegt auf der Hand, und dies ist etwas, was Autofahrer durchaus bedenken sollten, bevor sie vielleicht eines Tages eine Kfz-Versicherung abschließen, die auf PAYD basiert.

Zum KFZ-Versicherungsvergleich

Denn um Daten zu bekommen, auf denen Pay As You Drive in der Autoversicherung aufbauen kann, müssen entsprechende technische Geräte im versicherten Fahrzeug eingebaut werden. Auf den ersten Blick ist dies nicht unbedingt tragisch, da sich der Aufwand dafür in Grenzen hält. Auf den zweiten Blick offenbart sich dann jedoch, was PAYD ausmacht und dies sind die Daten, die dafür gesammelt werden müssen, um die Versicherung entsprechend anpassen zu können. Und dies sind nun mal letztlich auch persönliche Daten, die dann an die Kfz-Versicherung weitergegeben werden, sei es mögliche Aufenthalts- und Bewegungsdaten wie auch Daten über die Verkehrsverstöße wie zum Beispiel Geschwindigkeitsüberschreitungen. Für Autofahrer würde dies bedeuten, sich in einem Raster wiederzufinden aus einer Sammlung von Daten, bei der letztlich niemand wüsste, an wen sie neben der Versicherung gelangen würden. Schließlich hat uns die Spähaffäre um die NSA, die immer noch weite Kreise zieht, durchaus gelehrt, dass persönliche Daten nicht immer nur da bleiben, wo man sie haben wollte, sondern diese mitunter ohne jegliche Einwilligung der Person genutzt werden können.

Deshalb ist PAYD durchaus nicht nur positiv zu betrachten aus Sicht der Autofahrer, die dadurch beim Beitrag für ihre Kfz-Versicherung sparen könnten, sondern generell möglicherweise eher von der kritischen Warte aus zu betrachten.

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