Wird Pay As You Drive bei der Kfz-Versicherung zur Pflicht in Deutschland?

Freitag den 15.11.2013 - Abgelegt unter: News

Seit einigen Monaten ist Pay As You Drive auch in Deutschland ein Gesprächsthema, bislang gab es dazu jedoch noch keine Angebote von Kfz-Versicherern. Dies ist seit heute anders, die Sparkassen DirektVersicherung bietet unter dem Namen „S-Drive“ eine solche Autoversicherung an, bei der es auch darauf ankommt, wie der Autofahrer bzw. die Fahrerin denn eigentlich mit dem versicherten Fahrzeug unterwegs ist. Damit stellt sich die Frage, ob Pay As You Drive bei der Kfz-Versicherung zur Pflicht werden wird in Deutschland, oder ob der Weg der Sparkassen DirektVersicherung ein von möglicherweise wenigen Anbietern bleiben wird.

Um eine S-Drive Versicherung abschließen zu können, muss der Versicherte eine entsprechende Überwachungsbox für seine Fahrdaten in das Auto einbauen bzw. einbauen lassen. Dafür gibt es dann von der Sparkassen DirektVersicherung einen Rabatt in Höhe von 5 Prozent auf den Versicherungsbeitrag. Die Telematikbox soll dann die Daten aufnehmen, die wichtig für den Autoversicherer sind, um festzustellen, wie das versicherte Fahrzeug eigentlich bewegt wird. Dabei gibt es fünf so genannte Score-Werte, die eine wesentliche Rolle spielen und entsprechend berechnet werden. Neben der Fahrweise sind dies hastiges Bremsen und hastiges Beschleunigen, eine überhöhte Geschwindigkeit, Stadtfahrten, die Fahrweise und Nachtfahrten.

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Verarbeitet werden die Daten jedoch nicht bei der Sparkassen DirektVersicherung, sondern bei Telefónica,, dem Mobilfunkanbieter, der im vergangenen Jahr Schlagzeilen machte durch seinen Vorstoß, die Bewegungsdaten seiner Kunden zu barem Geld zu machen durch den Verkauf der Daten. Und genau dieses Unternehmen soll jetzt die ganze Auswertung der Daten der Kfz-Versicherung S-Drive übernehmen? – dies werden sich jetzt einige Leser fragen. Und dies zu Recht, bereits vor einiger Zeit hatten wir über die Datensicherheit bzw. mögliche Datenunsicherheit von Pay As You Drive bei der Kfz-Versicherung berichtet, wir hätten jedoch nicht gedacht, dass es so schnell soweit kommt.

Autofahrer sollten sich deshalb gut überlegen, ob sie sich wirkliche eine solche Datenüberwachungsbox ins Auto hängen werden. Schließlich sind damit noch mehr Daten verwertbar – und damit auch verkaufbar -, als es beim Handy und Smartphone der Fall ist. Pay As You Drive mag sinnvoll sein, in gewissem Maße, wird die Autoversicherung durch eine solche Telematik-Box jedoch zum Datensammler, der diese auch noch an Datenverkäufer weitergibt, dann wird es sehr bedenklich und man sollte sich gut überlegen, was man für eine Ersparnis von 5 Prozent an persönlichen Daten weitergeben will. Denn letztlich sind Bewegungsdaten immer noch auch sensible Daten, auch wenn dies oftmals vergessen wird.

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