Fahrtenbuch richtig führen

Bei vielen Firmen gehört er zur Grundausstattung – der Dienstwagen. Er ist repräsentativ und bietet, wenn er auch privat gefahren werden kann, einige Vorteile. Eine Studie der Unternehmensberatung Mercer zeigt, dass 98 Prozent aller Führungskräfte einen Dienstwagen fahren, auch privat. Doch egal ob Führungsebene oder Angestellter im Außendienst oder Vertrieb – die Vorteile eines privat nutzbaren Firmenautos liegen auf der Hand.

Dienstwagen im Vorteil

Wer die Wahl hat zwischen Gehaltserhöhung und Dienstwagen, sollte sich für letzteres entscheiden. Denn in den meisten Vergleichsrechnungen zeigt sich, dass der finanzielle Vorteil ganz eindeutig beim Dienstwagen liegt. Nicht zu verwundern, dass darauf auch die Finanzämter aufmerksam geworden sind und eine weitere Einnahmequelle gewittert haben. Wer seinen Dienstwagen privat nutzt, wird steuerlich belastet. Angestellte haben zwei Möglichkeiten zur Wahl, wie die Besteuerung vom Finanzamt berechnet werden soll.

1-Prozent-Regelung oder Fahrtenbuch?

Ungünstig, wenn auch von vielen Unternehmen gewählt, ist die 1-Prozent-Methode. Der Dienstwagen-Nutzer zahlt dann jeden Monat ein Prozent der Anschaffungskosten. Zugrunde gelegt wird der Listenpreis für einen Neuwagen. Hinzu kommen weitere 0,03 Prozent für jeden privat gefahrenen Kilometer. Je teurer das Auto, desto höher auch die monatlichen Steuerabgaben.

Fahrtenbuch – reine Formsache

Für Arbeitnehmer wesentlich günstiger ist die Fahrtenbuch-Regelung, besonders, wenn das Auto privat nicht übermäßig genutzt wird. In separaten Büchern müssen die gefahrenen Kilometer gelistet werden. Das Finanzamt versteuert dabei nur die privaten Strecken, ist aber insgesamt sehr streng.

Fehlen Tank-Quittungen, kennt der Fiskus kein Pardon. Eine lose Zettelwirtschaft kann ebenfalls nicht als Berechnungsgrundlage geltend gemacht werden, auch keine nachträgliche Anfertigung eines Fahrtenbuches mit Hilfe der Zettel. Denn dann, so die Argumentation des Finanzamtes, könnte nachträglich manipuliert werden.

Arbeitswege werden zudem als private Nutzung angerechnet werden. Das Fahrtenbuch sollte daher immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden, dazu gehören Kilometerstand, Ziel der Fahrt und Anlass.

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