Pay As You Drive (PAYD)

Vorteile und Nachteile

Vor einiger Zeit hat im Bereich der Autoversicherung ein neuer Begriff die Runde gemacht: PAYD = Pay As You Drive. Dies bedeutet letztlich eines, der Versicherte bezahlt in der Kfz-Versicherung einen so hohen Beitrag, wie er Auto fährt.

Die Vorteile von PAYD

Für Autofahrer, die risikoarm fahren, stellt Pay As You Drive natürlich eine gute Möglichkeit der Ersparnis in der Kfz-Versicherung dar. Wer nicht ständig fast Unfälle verursacht durch seinen risikoreichen Fahrstil durch das zu unsichere Fahren, der hat mit PAYD gute Chancen, einiges an Geld zu sparen bei den Versicherungsbeiträgen. Wenn diese der Art des Fahrens angepasst werden, kann dies für umsichtige und sichere Autofahrer die Beiträge für die Autoversicherung senken. Draufzahlen müssen dann für ihn die, welche Risikofahrer sind – so werden nicht mehr pauschal Alter und die Anzahl der unfallfreien Jahre gerechnet, sondern der individuelle Fahrstil fließt in die Beitragsberechnung für die Kfz-Versicherung ein.

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Dies stellt natürlich für den guten Autofahrer einen großen Vorteil da, wie dies natürlich auch ein Vorteil für den Versicherer selbst ist. So lässt sich herausfinden, wie risikoreich jemand fährt – und dies können sowohl die Raser sein, die den Verkehr gefährden wie auch die lahmen Enten, die durchaus auch nicht gerade wenig Gefahr für den Verkehrsfluss darstellen und damit auch zu einer Risikogruppe gehören dürften.

Doch eine Kfz-Versicherung kann ihren Versicherten nicht in die Karten schauen, wie sie Auto fahren, solange kein Unfall geschickt und der Schaden der Autoversicherung gemeldet ist. Erst dann hat ein Versicherer die Handhabe, das Fahrzeug hoch zu stufen, durch den Verlust der jeweiligen Schadensfreiheitsklasse. Durch Pay As You Drive indes lässt sich schon vor einem Unfall feststellen, wie riskant jemand wirklich fährt, die Beiträge für die Kfz-Haftpflicht sowie die Kaskoversicherung könnten dann entsprechend angepasst werden, bevor es zu einem Unfall kommt. Risikoarme Fahrer indes können dann so umgestuft werden, dass sie weniger für ihre Kfz-Versicherung bezahlen müssen und kommen damit in Geld sparenden Genuss von PAYD.

Nachteile von Pay As You Drive

Doch wo Vorteile sind, gibt es auch fast immer Nachteile, dies ist auch bei PAYD in der Kfz-Versicherung so. Dies bedeutet vor allem eines: die Weitergabe von mitunter sehr sensiblen Bewegungsdaten an den Kfz-Versicherer. Wie jemand fährt, muss ja letztlich gemessen werden und damit dürfte es natürlich auch erforderlich sein, wo sich der Versicherte gerade mit seinem Fahrzeug bewegt und ob er dort gegebenenfalls die vorgegebene Geschwindigkeit überschreitet.

Damit hat Pay As You Drive gleich zwei Nachteile: den einen für den nicht umsichtigen und damit risikoreichen Fahrer – da er mehr bezahlen muss für seine Kfz-Versicherung. Und den großen für alle: dass ihre Daten dafür herhalten müssen, dass PAYD überhaupt möglich ist. Die Frage ist, ob sich es dafür wirklich lohnt, bei den Beiträgen zur Kfz-Versicherung zu sparen, nur um damit seine Bewegungsdaten gespeichert zu wissen. Und was damit geschieht, das weiß keiner von uns. Oft genug mussten wir in den letzten Monaten feststellen, dass wir so schon genug überwacht werden.

Kommt dazu dann auch noch die Aufzeichnung von weiteren Bewegungsdaten, ist damit schnell der Schritt gemacht in eine Richtung, die wohl die wenigsten von uns wollen. Deshalb hebt dieser große Nachteil auch die Vorteile von Pay As You Drive wieder auf. Dann lieber fahren wie bisher, und den Beitrag für die Autoversicherung berechnen lassen wie bisher.

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