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Oberlandesgericht Oldenburg (Az. 1 U 132/13)

Eine Kfz-Werkstatt haftet bei Falschdiagnose für den entstandenen Schaden

Bei Bankberatern, Steuerberatern und Anwälten kennt man das schon lange: wer falsch berät, muss im Schadensfall haften. Nun wurde dieser Grundsatz durch das Oberlandesgericht Oldenburg auch auf Kfz-Werkstätten übertragen.

In dem unter dem Aktenzeichen 1 U 132/13 verhandelten Fall ging es um eine Kfz-Werkstatt, deren Mechaniker bei einem frisch eingebauten Austauschmotor irrtümlich ein Leck konstatiert hatte. Der Rat der Werkstatt, den Wagen nicht zu bewegen, wurde von der Halterin befolgt – ganze 197 Tage lang. Der von ihr eingeschaltete Gutachter kam jedoch zu der Überzeugung, dass der Motor vollkommen in Ordnung sei. Die Halterin klagte auf Ersatz des Nutzungsausfalls – und bekam Recht. Die Werkstatt wurde dazu verurteilt, 6.250 Euro Entschädigung an die Halterin zu zahlen.


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